Rennbericht Sedlcany
Mit dem Ziel unsere Führung in der Österreichischen Staatsmeisterschaft zu verteidigen sind wir nach einer arbeitsreichen Woche im Autodrom von Sedlcany eingetroffen. Doch es sollte anders kommen...
Bereits im freien Training verabschiedeten sich der 4. und 5. Gang unseres Getriebes. Ein irreparabler Schaden einer Getriebewelle ließ uns mit dem Gedanken spielen unsere Sachen zu packen und die Heimreise anzutreten.
Da die ersten drei Gänge dennoch problemlos funktionierten entschlossen wir uns "leider" zumindest das offizielle Zeittraining zu absolvieren, um zu sehen wie groß der Abstand mit dem 3-Gang Focus ist. Entgegen aller Erwartungen knallte Alois die Bestzeit auf die Piste und wir machten natürlich weiter.

Im ersten Qualifikationslauf kam Alois als Zweiter aus der ersten Kurve. Als der Führende, Otakar Vyborny, aus der Jokerlap zurückkam, berührten sich der Ford und der Mitsubishi, worauf sich Vyborny drehte und Alois die Führung übernehmen konnte. Die Rennleitung sah in diesem Manöver einen schweren Verstoß gegen das Reglement und disqualifizierte uns nach dem Lauf. Eine eher umstrittene Entscheidung, da Vyborny durch den Geschwindigkeitüberschuss zu weit nach außen kam und nach innen zog, obwohl Alois auf der Ideallinie auf halber Länge zum Mitsubishi war. Ein Platten am rechten Vorderrad ließ Peter Ramler in der letzten Runde aufschließen. Der Versuch den Niederösterreicher die letzten Meter hinter sich zu halten, endete mit einem heftigen Einschlag in der Leitschiene, da das Auto auf sämtliche Lenkversuche nicht mehr reagierte.
Über Nacht wurde der Focus wieder fahrtüchtig gemacht. Die Mechaniker-Crew schraubte bis halb drei in der Früh um alle Schäden zu beheben. Leider brach bei dem Einschlag auch die Renn-Lenkung und wir mussten auf ein Serien-Teil zurückgreifen.
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Der zweite Quali-Lauf am nächsten Tag verlief nach Plan. Vom letzten Startplatz aus konnte Alois seine Konkurrenten auf die Plätze verweisen. Gesamt reichte es nicht ganz für die Bestzeit. Der Tscheche Marek Zeman war in seinem Lauf etwas schneller.
Das nächste Desaster ereignete sich im anschließend ausgetragenen letzten Vorlauf. Durch eine Startkollision mit dem tschechischen Mitsubishi Piloten Mrkacek verlor Alois auf der bereits vom Vortag beschädigten Beifahrerseite die Tür und konnte dem Feld nur hinterherfahren. Die Staubentwicklung im Cockpit war enorm und mehr als ein sechster Gesamtrang nicht möglich.
Durch die Qualifikationsergebnisse nahm Alois das entscheidende A-Finale vom fünften Startplatz aus in Angriff. Bereits auf der Startgeraden konnte er an Valousek vorbeigehen und befand sich zur Hälfte des Rennes auf einem sicheren vierten Rang. Bei miserablen Sichtverhältnissen durch den aufgewirbelten Staub knallte Alois in einem der schnellsten Streckenabschnitte in die Leitschiene. Der Aufprall war so heftig, dass die komplette rechte Seite bis zur Beifahrertür weggerissen wurde. Auch Ales Mrkacek wurden die Sichtverhältnisse zum Verhängnis. Er musste seinen Boliden ebenfalls schwer demoliert abstellen. Da dies aber eine Runde zuvor passierte, wurden wir in der Endwertung auf Platz fünf gereiht.
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Endergebnis A-Finale, Sedlcany 27.Juni 2010
| 1 | Marek Zeman | CZ | Ford Fiesta T16 4x4 |
| 2 | Peter Ramler | A | Seat Leon T16 4x4 |
| 3 | Otakar Vyborny | CZ | Mitsubishi |
| 4 | Pavel Valousek | CZ | Skoda Fabia T16 4x4 |
| 5 | Alois Höller | A | Ford Focus T16 4x4 |
| 6 | Ales Mrkacek | CZ | Mitsubishi |
Der Schaden am Focus ist so groß, wie noch nie. Die Teilnahme beim nächsten Rennen in Greinbach wird wahrscheinlich zurückgezogen, da die benötigten Getriebeteile erst angefertigt werden müssen und zwei Wochen dafür nur mit Glück ausreichen werden. Endgültig können wir es aber erst Mitte der nächsten Woche entscheiden.
In der Staatsmeisterschft sind wir mit zwei Punkten Rückstand auf den dritten Rang zurück gefallen.





